Warum Perfektionismus Ihren Unternehmenserfolg behindert?!

Perfektionismus: Alles muss perfekt sei? Und viel besser in 2013?

Das neue Jahr beginnt. Heute schreiben wir den 03. Januar – den dritten Tag im neuen Jahr. Der Blick ist nach vorn gerichtet, vielleicht auch noch mal einen Blick zurück. Intern bei WiPeC werten auch wir die Aktionen und Erfolge der letzten Monate aus, setzen uns Ziele für 2013, stellen Marketingpläne an, tauschen uns über unsere Vision 2013+++ aus.

Sie auch?

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Jahr 2012?
Welche Ziele haben Sie für 2013?

Tolle, spannende und wichtige Fragen, aus denen meist auch tolle Pläne entstehen. Doch warum passiert es uns doch immer wieder, dass wir nicht alles umgesetzt bekommen?Hinter den eigenen Erwartungen, Zielen und Zeitplänen zurückbleiben? Nicht immer nur, weil sie vielleicht zu optimistisch geplant wurden oder der Alltag uns einen Strich durch die Rechnung macht. Auch sind nicht immer fehlende Motivation und mangelnde Ausdauer der Grund.

Kennen Sie das auch?

Viele von uns kennen diese typische Verhaltensweise, die uns beruflich ausbremst, unsere eigentliche Potenziale einschränkt und so den Weg nach vorn versperrt.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres wollen wir große Veränderungen anpeilen und besitzen dafür auch eine große Willenkraft. Pläne werden geschmiedet, Aktionen werden angeleiert.

Doch oft kommt er uns und unserem Erfolg dazwischen – der Perfektionismus.

Mal was aus der Welt der Zahlen zum Perfektionismus: Die Autoren vom Bestseller der New York Times „Changing Anything“ habe eine Studie heraus gebracht, die zeigt, dass 97% (!) der befragten Arbeitnehmer berichten, solche einschränkenden Karrierekiller wie Perfektionismus zu besitzen. Bei den Unternehmern selbst mag dies etwas besser aussehen, doch auch sie sind davon nicht gänzlich befreit.

Im Streben nach Perfektion und Perfektionismus investieren wir viel Zeit darin, dass wir in unseren Projekten Fehler vermeiden, alles solide und sicher aufbauen, an alles denken, alles perfekt machen wollen. Klasse und lobenswert! Keine Frage. Und oft steckt hinter dem Anspruch nach Perfektion eine hohe Qualität, von der alle profitieren.

Doch seien wir mal ehrlich: Als Unternehmer und Freiberufler im täglichen Tun, was bringen wir voran, wenn wir alles perfekt machen wollen. Wie lange dauert es, eh die perfekte Firmenbroschüre gedruckt wird, eh die Website wirklich 100% fertig ist, bevor sie online geht, eh das komplett durchdachte und perfekt konzipierte Seminar beworben werden kann und und und… Und wie oft erleben wir es, dass fast perfekte Broschüren, Webseiten, Konzepte und Co. in den Schubladen der Unternehmer schlummern… weil: NUR fast perfekt!

Der Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle betitelt einen Artikel dazu so:

 „Saboteur deines Glücks: Verlange von dir Perfektion“.

Mal abgesehen davon, dass Perfektionismus auch gesundheitlich oft negative Folgen mit sich bringen kann, wenn er übertrieben wird und mal abgesehen davon, dass es nicht darum gehen soll, qualitativ viel weniger gute, unzuverlässige und unverantwortliche Arbeit zu leisten, doch:

Gern möchten wir Ihnen an dieser Stelle eine kleine, bekannte Geschichte zum Perfektionismus erzählen:

Eine kleine Geschichte:

Der IBM-Gründer Tom Watson berichtet, dass einer seiner Mitarbeiter im Unternehmen einen fatalen Fehler begangen hat, der IBM 600.000 Dollar gekostet hat. Auf seine Frage, ob Watson den jungen Mitarbeiter dann entlassen hat, antwortet er nur: „Ich habe gerade 600.000 Dollar in seine Ausbildung investiert. Warum sollte jemand anderes diese Erfahrung gratis bekommen?“

Sie sollen nun nicht automatisch auf den Markt gehen, sich ausprobieren und Fehler machen, die Ihren Ruf schädigen können. Doch vielleicht schauen auch Sie in Ihren Schubladen und Plänen nach, was dort an tollem Potenzial schlummert und Sie vielleicht für das neue Jahr 2013 für sich nutzen können, auch wenn nicht zu 100% perfekt. Was nützt ein fast perfektes, super Produkt in den Schubladen, wenn es keiner kaufen und den Mehrwert für sich gewinnen kann? Was nützt das Basteln an der perfekten Broschüre, wenn so lange nichts im Internet von Ihnen zu finden ist?

Ein Tipp, der dabei helfen kann: Behalten Sie das große Ganze, Ihr gesamtes Business oder das Projekt als Ganzes im Augen. Was ist das Ziel? Warum tun Sie was? Was hat Priorität, um das Ziel zu erreichen? Was wäre nett, wenn es perfekt wäre, ist aber auch als „Detail“ deklarierbar und nicht immer erfolgsentscheidend? Denn gerade im Streben nach Perfektion verzettelt man sich oft in Details, Nebensächlichkeiten und kleinen Fehlern.

Und vor allem: Legen Sie einfach los! Starten Sie!

Wir finden es klasse, dass das Streben nach Qualität und Perfektion Ihrem Unternehmen die wertvollen Standards gibt, die Sie vermitteln und anbieten wollen. Doch führt Perfektion im Alltag beruflich nicht nur zu Höchstleistungen, sondern genauso häufig zu Stillstand! Denn das starke Streben nach maximaler Qualität und Fehlervermeidung lähmt Aktivität und bremst den möglichen Erfolg dramatisch.

Es geht darum, dass Sie natürlich weiterhin, auch in 2013, Ihr Bestes geben möchten und sollen, doch vielleicht schauen Sie einmal hier und da, wo es Sinn macht, immer 100% zu geben und wo es vielleicht auch mehr Sinn macht, um beruflich weiter zu kommen und das eigene Unternehmen nach vorn zu bringen, dass Sie:

Lieber unperfekt starten, als perfekt zögern!

Ich diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen perfekt unperfekten Start in Ihr Geschäftsjahr 2013! 🙂

PS: Einen kleinen „Perfektionismustest“ gibt es hier: palverlag.de/perfektionismus-test.php

Weitere Artikel zum Thema:

… Die Anleitung zum Misserfolg – wie Sie Erfolg im Unternehmen vermeiden: www.kundengewinnung-im-internet.com/erfolg-im-unternehmen/

…Ich müsste mal wieder: Internetmarketing und der tägliche Kampf – Unser innerer Schweinehund: www.kundengewinnung-im-internet.com/innerer-schweinehund/

…Unternehmen Erfolg: 23 Annahmen, die den Erfolg verhindern: www.kundengewinnung-im-internet.com/unternehmen-erfolg/

2 Antworten
  1. Peter Marxbauer
    Peter Marxbauer says:

    Ganz große Klasse, dass jemand einmal diese Erfolgs-Killer mit Namen nennt, es gibt noch mehr davon, alle im Kopf gemacht.

    Beispiele gefällig?

    – Das mache ich selber! Und er kann es nicht und deshalb passiert es nie.

    – Das bekomme ich billiger! Hat er gedacht, aber er bekommt es nicht.

    – Das macht mir mein Freund! Der kann es auch nicht und deshalb kommt es nie zu Ende.

    Der geschätzte Kollege Matthias Brandmüller hat es kürzlich als 80/20 Regel dargestellt, wobei 80% als für den Erfolg dienlich und 20% als nicht dienlich dargestellt werden. In den 20% sind die Klassiker wie Web-Design, also Dinge, die man jederzeit billig machen lassen kann. Die Dinge, die mit 80% für den Erfolg sehr relevant sind, bleiben vernachlässigt oder einfach ganz unerledigt. Es sind Dinge wie Marketing und Traffic.

    Euer Web-Coach, der PMa

    Antworten

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