Wie erstelle ich ein Webinar? Schritt für Schritt Anleitung

Webinare können für mehr Umsatz sorgen. Warum? Da Sie durch Webinare Vertrauen bei den Teilnehmern schaffen, die Beziehung zu diesen stärken und die Möglichkeit besteht, den Absatz Ihrer Produkte zu erhöhen. Damit Sie von diesen Vorteilen profitieren, muss allerdings die Qualität stimmen.

Wie erstelle ich ein Webinar? Was gibt es zu beachten? Wir verraten Ihnen, wie Sie in 7 Schritten ein erfolgreiches Webinar erstellen. Der Artikel fasst die 7 Schritten für Sie kompakt zusammen und leitet Sie jeweils zu passenden Blogartikel von uns weiter, wo wir uns spezifischen Webinarfragen widmen.

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1. Welche Ziele wollen Sie mit Ihrem Webinar verfolgen?

Bevor Sie ein Webinar erstellen, sollten Sie sich fragen, was Sie mit diesem erreichen möchten. Möchten Sie beispielsweise

  • ein Produkt verkaufen,
  • Kunden binden,
  • neue Kunden werben oder
  • ganz klassisch Ihr Wissen online vermitteln?

Nur wenn Sie wissen, was Sie erreichen wollen, werden Sie einen roten Faden in der gesamten Struktur haben und nur so werden Sie mit dem Webinar erfolgreich sein.

Je nach Ziel variieren die Inhalte, die Sie vermitteln und nur durch die Festlegung des Zieles können Sie die weiteren Schritte erfolgreich bewältigen. Schreiben Sie sich diese Ziele auf und halten Sie sich diese vor Augen, wenn Sie mit den weiteren Schritten fortfahren.

Unsere Erfahrung:

Klassische, kostenfreie Promo-Webinare, wo es darum geht Kunden für ein Angebot zu begeistern, brauchen eine völlig andere Dramaturgie, als wenn Sie in kostenpflichtigen Webinaren Ihr Wissen weiter geben.

Diese Message ist wichtig und eine der ersten Antworten auf die Frage, wie erstelle ich ein Webinar.

2. Wer ist die Zielgruppe Ihres Webinars?

Nachdem Sie das Ziel Ihres Webinars erstellt haben, müssen Sie noch überlegen, an wen Sie das Webinar richten wollen, bevor Sie damit beginnen, dieses mit Inhalten zu füllen. Dies ist ein besonders wichtiger Schritt, denn Ansprache und Inhalt variieren je nach Zielgruppe.

Ganz praktisch hat dies zum Beispiel Einfluss auf Ihren Termin:

Überlegen Sie sich dafür einfach, wann diese Gruppe von Menschen am ehesten Zeit hat, um an Ihrem Webinar teilzunehmen. Hier finden Sie zum idealen Webinar-Zeitpunkt hilfreiche Anmerkungen…

Tipp: Dienstag und Donnerstag eignen sich sehr gut für die Durchführung eines Webinars.

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3. Wie erstelle ich ein Webinar inhaltlich? Den Ablauf des Webinars festlegen

Ein guter Webinarablauf ist wichtig, damit Ihre Teilnehmer stets einen roten Faden erleben und durch abrupte Übergänge nicht verwirrt werden.

Im Folgenden sehen Sie einen Beispielablauf mit Zeitorientierungen für ein klassisches ca. 90-Minuten-Webinar, das als Promo-Webinar konzipiert ist:

  1. Begrüßung der Webinarteilnehmer (ca. 5 min)
  2. Ablauf des Webinars kurz zusammenfassen (max. 5min)
  3. Was hat der Teilnehmer davon, an dem Webinar teilzunehmen? (max. 5min)
  4. Vorbereitung der Angebotspräsentation – was Sie verfolgen (Beispielformulierung: Später möchte ich Ihnen noch ein Produkt vorstellen, mit dem Sie die, im Webinar behandelten Aspekte, schnell lösen können) (max. 5 min)
  5. Kurze Vorstellung, wer Sie sind (ca. 5 min)
  6. Die eigentliche Präsentation – Vermittlung der Inhalte (20-40min), als Strukturierungshilfe können Sie das 4-Mat-Modell nutzen.
  7. Stellen Sie Ihr Angebot nun vor (max. 20 min)
  8. Zeit für Fragen (ca. 10min)

4. Was wollen Sie in einem Webinar mitteilen – Thema Ihres Webinars

Nun kommen wir zu dem wahrscheinlich interessantesten Punkt bei der Erstellung eines Webinars. Sie können Ihrem Webinar nun endlich Leben einhauchen. Überlegen Sie sich ein Thema, das für Ihre Zielgruppe geeignet ist, um das Ziel aus 1. zu erreichen.

Damit Ihre Teilnehmer ausreichend Spaß an dem Webinar haben und sich nicht langweilen, sollten Sie auch darauf achten, diese miteinzubinden. Nichts ist langweiliger als 90 Minuten Frontalbeschallung ohne jegliche Interaktion, die eher einer „betreuten PowerPoint-Vorlesung“ ähneln. Dass Onlineseminare und Webinar auch richtig interaktiv sein können, dass lernen Sie in unserer Onlineausbildung zum „Online-Trainer“…

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Eine große Gefahr ist die völlige zeitliche Fehleinschätzung

Wichtig: Räumen Sie bei der Erstellung Ihres Webinars ausreichend Zeit für freie Diskussionselemente ein, damit Sie später nicht in Zeitnot geraten. Unsere Erfahrung bei der Begleitung vieler Trainerkollegen in die Webinar-Welt hat immer wiedergezeigt, dass die meisten die reale Webinar-Zeit völlig unterschätzen. Sie nehmen sich viel, zu viel Inhalte vor. Und beim Üben ohne reale Teilnehmer brauchten sie oft gar nicht so viel Zeit. Doch mit „echten Menschen“ vergeht die Zeit viel schneller, man begrüßt alle mit Namen, man beantwortet Fragen mit Chat. Das wird völlig unterschätzt! Auch hier gilt: weniger ist mehr. 🙂

Mehrwert bieten:

Stellen Sie sich zudem noch diese zwei weiteren Fragen, damit die Teilnehmer einen möglichst großen Nutzen aus Ihrem Webinar ziehen:

  • Wie ist der Wissensstand der Teilnehmer? Sind Sie alle auf dem gleichen Stand oder ist vor dem eigentlichen Thema noch eine kurze Einführung angebracht, um alle auf den gleichen Stand zu bringen?
  • Haben Sie Zusatzmaterialien, die Sie zum Download anbieten können? Beispielweise eine kleine Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte, Graphiken, Poster, Checklisten, … Wenn Sie Zusatzmaterialien zum Download anbieten, können Sie dafür sorgen, dass sich der Teilnehmer wieder an Sie und Ihr informatives Webinar erinnert, sobald er das Material wieder zur Hand nimmt.

Für eigene Seminare ist das oft völlig normal, dass man sich als Trainer Gedanken über die Ziele, Zielgruppe und den inhaltlichen Mehrwert macht.

Doch auch für Promo-Webinare ist es wichtig, nicht nur zu verkaufen, sondern den Besuchern auch Mehrwert zu bieten, Sie als Dienstleister kennen lernen zu dürfen, rein schnuppern zu können etc.

5. Wie erstelle ich ein Webinar technisch? Die nötige Webinar-Technik

Vermutlich ist die Technik auch Ihr größtes Hindernis, oder? Viele Webinar-Trainer, die wir begleitet haben, haben großen Respekt davor. Dabei sind viele Dinge eigentlich ganz einfach.

Hardware:

Um Ihnen den Einstieg zu erleichtern haben wir Ihnen in diesem Blogartikel alle wichtigen Technik-Empfehlungen von Headset bis Beleuchtung für Sie zusammengestellt…

Auch zum optimalen Headset haben wir hier alle Tipps von uns zusammengefasst…

Schauen Sie sich auch unsere Produktempfehlungen für eine Webinardurchführung an, hier finden Sie noch einige tolle, ergänzende Tools.

Tipp: Wir empfehlen zudem, das Webinar aufzuzeichnen und den Teilnehmern im Anschluss zur Verfügung zu stellen, damit sich diese die Inhalte noch einmal in Ruhe anschauen können.

Software:

Neben der Hardware brauche Sie natürlich auch eine Webinar-Software. Hier gibt es verschiedene Anbieter auf dem Markt, die unterschiedliche Preis-Leistungen anbieten. In diesem Artikel gibt es einen Erfahrungsbericht von uns zu einigen Plattformen.

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6. Das Webinar bekannt machen

Nachdem Sie nun den Inhalt, ein Ziel und eine Zielgruppe definiert haben, geht es daran Ihr Webinar möglichst schnell mit Teilnehmern zu füllen.

Sie können Ihr Webinar beispielsweise in Ihrem Newsletter bewerben und zudem über Ihre Website darauf aufmerksam machen.

Sorgen Sie dafür, dass sich die Teilnehmer mit ihrer Emailadresse für das Webinar registrieren, damit Sie diese später leicht erreichen können.

Tipp: Schicken Sie eine Erinnerungsmail einen Tag vor Beginn des Webinars an alle Teilnehmer.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung mit weiteren Ideen, wie Sie Ihr Webinar erfolgreich vermarkten…

Tipp: Geben Sie Ihrem Webinar direkt bei der Erstellung eine Überschrift, die die potentiellen Teilnehmer fesselt und das Interesse weckt.

7. Webinarraum anlegen und Präsentation gegebenenfalls üben

Als Webinar-Plattformen bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Gute Erfahrungen haben wir zum Beispiel mit Edudip und Zoom gemacht. Welche Plattform für Ihr Ziel die richtige ist, können Sie in unserem Erfahrungsbericht nachlesen.

Machen Sie sich unbedingt vor der Präsentation mit dem Webinarraum und allen Möglichkeiten vertraut, die verschiedene Tools im Webinarraum bieten. So können Sie Ihren Teilnehmern eine unvergessliche Erfahrung bieten und kommen nicht in die unangenehme Situation, wegen Technikfehlern schlecht vorbereitet oder gar unprofessionell zu wirken.

Zudem sollten Sie die Präsentation vorher üben, damit Sie zum einen Ihr Zeitmanagement überprüfen und zum anderen Übergänge und den Einsatz der Tools erproben können.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude bei Ihrem Webinar!

Noch mehr Infos:

Mehr Tipps finden Sie in unserem Blog hier zum Thema Webinar und Online-Lehren…

Außerdem laden wir Sie herzlich ein, sich hier über unsere 6-tägige Onlineausbildung zum „Online-Trainer“ zu informieren…

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