Was bedeutet Positionierung?

Ohne Positionierung geht gar nichts. Das sagen alle Marketing-Experten, auch die Berater von WiPeC – Recht haben sie. Was ist Positionierung und was bedeutet Positionierung für Sie und Ihr Unternehmen?

Hier finden Sie die 5 magischen Fragen für Ihre Positionierung – jenseits von Portfolio-Hysterie und Konkurrenzkampf und Antworten auf die Frage: Was bedeutet Positionierung?

Was bedeutet Positionierung?

Ich könnte Sie jetzt sofort mit Definitionen von Marketingexperten quälen – das will ich aber noch nicht tun.

Aufschluss über die Tragweite von Positionierung liefert der Ursprung des Wortes „positio“, was so viel heißt wie „Stellung“ oder „Lage“.

Ich kann eine Position haben. Oder ich kann mich und mein Unternehmen positionieren. Das eine ist passiv, das zweite erfordert einen Akt, ich muss aktiv sein. Positionierung erfordert also Handlungen. Und Positionierung ist ein Prozess.

Die Positionierung ist der Platz, den ich mit meinem Unternehmen auf dem Markt einnehme. Sie beschreibt, wofür ich stehe und wie ich aufgestellt bin.

So weit, so gut, so nüchtern. Oder doch nicht?

Positionierungsschleifen

Als Sie beschlossen haben, sich selbstständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen: Wussten Sie da schon ganz genau, was Sie machen wollten? Und wenn Sie es wussten: Wie viel von Ihren ursprünglichen Ideen steckt jetzt noch in Ihren unternehmerischen Aktivitäten?

Positionierung ist ein Prozess der Fokussierung. Diesen Prozess vollführen wir am Anfang unserer unternehmerischen Tätigkeit und danach immer wieder. Positionierung hat mehrere zeitliche Stränge: einen Dream-Day oder einen Strategietag oder eine regelmäßige Auszeit. Und den stetigen, täglichen Prozess von Erfahrung und Reflektion. Ihre ganz eigene Geschichte.

Der Prozess der Positionierung fordert mich heraus. Ich muss Stellung beziehen. Ich muss mich für Etwas entscheiden und gegen etwas Anderes. Das ist die uralte Marketinggeschichte vom Bauchladen-Anbieter, der – aus Angst er könnte einen potenziellen Interessenten verschrecken – lieber alles anbietet und damit eben nicht erfolgreich ist.

Die Vorteile von Positionierung

  • Ich tue dies und lasse etwas anderes. Ich entscheide mich.
  • Ich konzentriere mich – meine Zeit, meine Energie, meine Kompetenz.
  • Ich entwickle mich in der Tiefe weiter.
  • Ich werde als Experte wahrgenommen.
  • Ich werde eher und häufiger empfohlen.
  • Ich kann mich mit ganzem Herzen einer Mission widmen. Das ist dann meine Mission, und damit konkurrenzlos.

Positionierung – worum geht’s wirklich?

Und nun kommt die „offizielle“ Definition von Positionierung: „Die Positionierung im Marketing bezeichnet das gezielte, planmäßige Schaffen und Herausstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Einschätzung der Zielgruppe klar und positiv von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet.“

Die Positionierungsmodelle, die ich kenne, definieren die Positionierung eines Unternehmens meist in Abgrenzung zu anderen Konkurrenten auf dem Markt – in Bezug auf das Produkt oder die Dienstleistung. Hier werden dann Kriterien zur Bewertung festgesetzt, wie z.B. Preis und Qualität (hoch oder niedrig), Wirkung (eher konservativ oder modern) usw…. Den Markt zu kennen, die Bedarfe der eigenen Zielgruppe und den Nutzen, den Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bringt, ist wichtig. Keine Frage.

Gleichwohl ist dieser Weg der Positionierung nur ein möglicher. Und aus meiner Sicht kein besonders kraftvoller. Denn er vernachlässigt Sie als Unternehmer, weil der Fokus auf dem Produkt liegt. Wenn wir mal davon ausgehen, dass Sie als Selbstständiger und Unternehmer den entscheidenden Unterschied machen, was könnte das für Sie und Ihre Positionierung bedeuten?

Wie Sie sich von den vielen Konkurrenten Ihrer Branche abheben und so mehr Kunden gewinnen, zeigt Ihnen unser Positionierungskurs für Selbständige und Unternehmen anhand von 4 kompakten Modulen!

Was bedeutet Positionierung?

In einem Song von Funny van Dannen hörte ich folgenden Satz: Du bist selbstständig, ständig du selbst. Freilich ist das übertrieben und auch nicht ganz wahr. Wir spielen ja als Person auch „nur“ unsere Rolle als Unternehmer und ich will hier nicht für einen Authentizitätswahn eintreten. Trotzdem: Je kleiner ein Unternehmen ist, desto mehr kommt es auf Sie an, auf Sie als Person. Sie prägen Ihr Unternehmen, geben ihm Ihren individuellen Stempel.

Vor diesem Hintergrund kommt hier nun meine Definition:

Positionierung ist die Erkundungsreise des Unternehmers zu seinen Wurzeln, seiner Geschichte, zu seinen Motiven und Träumen, zu seinen Erfahrungen und Kompetenzen. Sie ist die Reise zu seiner Einzigartigkeit, zu seinem Unterschied, den er in der Welt machen kann und will und sollte.

Positionierung bedeutet also: Als Person, als Mensch, entwickle ich das Beste in mir, um es anderen zu schenken – in meiner Rolle in der Welt, als Unternehmer.

Wenn Sie jetzt ahnen, welche anspruchsvolle, aber auch kreative Arbeit eine Positionierung beinhaltet, werden die folgenden Fragen Sie auf Ihrem Weg der Fokussierung sicher gut begleiten:

Die 5 magischen Fragen zur Positionierung

Warum?

  • Was ist Ihre Geschichte? Wie sind Sie zu dem Menschen geworden, der Sie heute sind?
  • Was haben Sie schon gemacht? Welche Erfahrungen, Ausbildungen und Kompetenzen zeichnen Sie aus?
  • Was ist der rote Faden in Ihrem Tun?
  • Was ist Ihre Achillesferse? Und was wäre, wenn Sie aus dieser Not eine Tugend machen würden?
  • Was war Ihre ursprüngliche Motivation, sich selbstständig zu machen?
  • Welche Krisen haben Sie gemeistert? Und welche Erkenntnisse daraus möchten Sie an Ihre Kunden weitergeben?

Wozu?

  • Was ist Ihr heimlicher Traum davon, wie die Welt sein sollte?
  • Wie könnte der Unterschied heißen, den Sie für andere machen? Was ist Ihr Beitrag?
  • Welche Qualität wollen und können Sie in die Welt bringen?
  • Was ist Ihre Mission? Was wollen Sie mit dem, was Sie tun, erreichen – außer, Ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Was wollen Sie bewirken?

Für wen?

  • Für wen wollen Sie einen Unterschied machen?
  • Welche Zielgruppe liegt Ihnen am Herzen?
  • Welche (Kunden-)Gruppe kennen Sie besonders gut?

Was?

  • Was, welche Qualität, fehlt dieser Zielgruppe, die Sie ihnen geben wollen?
  • Wenn Sie jemand fragt, was Sie eigentlich beruflich tun (wollen), was würden Sie antworten?
  • Worin und wobei unterstützen und begleiten Sie Ihre Kunden?

Wie?

  • Wie ist Ihre Beziehungsdefinition zu Ihren (künftigen) Kunden? Wer wollen Sie für sie sein?
  • Wie sehen Ihre Angebote aus?
  • Was tun Sie konkret mit Ihren Kunden und für sie?

Ja, was bedeutet Positionierung – kein leichter Stoff. Dafür braucht man Muße und einen freien Kopf. Aber was für eine wundervolle Arbeit, um etwas in die Welt zu bringen, was es so noch nicht gibt! Wie wäre es mit einem „Dream-Weekend“ an einem stillen, inspirierenden Ort mit Notizheft und Stift? Danach wird alles leichter.

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