Digitale Infoprodukte für passives Einkommen – Teil 1 von 3: Was sind Infoprodukte und welchen konkreten Nutzen bieten sie?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht selbst digitale Infoprodukte / Informationsprodukts anzubieten? Diese Art von „Dienstleistung“ bietet Ihnen viele Möglichkeiten aktiv Zeit zu sparen und außerdem ein passives Einkommen zu generieren.

Erst gestern haben wir mit einem Webdesigner gesprochen. Als Freelancer meinte er will er sich nun doch mehr auf Beratung fokussieren. Warum?

„Wenn ich zwei oder drei Kunden habe ist mein Zeitkonto voll ausgeschöpft und damit sind meine Umsatzgrenzen immer schnell erreicht. Und wehe dem ich werde mal 3 Tage krank… Als Berater bin ich da doch zeitlich und finanziell etwas freier. Und wenn ich das noch mit ein paar passenden, guten Infoprodukten für meine Kunden untermauere….“

Wir wollen Sie heute über diese Informationsprodukte informieren und Ihnen ein paar Gründe nennen, warum auch Sie vielleicht über die Entwicklung eines solchen Produktes für Ihr Unternehmen nachdenken sollten.

Was sind Informationsprodukte bzw. digitale Infoprodukte?

Bei einem Informationsprodukt handelt es sich um eine Wissenssammlung. Wissen, dass so aufbereitet ist, dass es von einer bestimmten Nutzer- und Zielgruppe gut „konsumiert“ werden kann.

Informationsprodukte können in einer Vielzahl von Medien verpackt und zu niedrigen Kosten oder umsonst entwickelt werden.

Beispiele:

  1. Ein Zahnarzt erstellt einen Aufkleber für Badezimmerspiegel mit den 4 Schritten des perfekten Zähneputzens.
  2. Ein Kommunikationstrainer verkauft eine 5teilige Videoreihe mit Tipps und praktischen Übungen zur Verbesserung der Telefonate für eine bestimmte Mitarbeiterzielgruppe.
  3. Ein Karrierecoach bietet ein Medienpaket aus 30-Minuten-Impuls-Video, einem Selbstcoaching-Tagebuch sowie einer mentalen Reise als Audio an, mit dem seine Kunden Ihre nächsten Berufungs- und Karriereschritte selber reflektieren und planen können.
  4. Weitere Beispiele aus unserem Geschäft…

Das alles und mehr sind Möglichkeiten, um digitale Infoprodukte zu erstellen. Digitale Infoprodukte sind dabei besonders gut geeignet, weil sie nicht gedruckt und verschickt, sondern im Netz verkauft und runtergeladen werden können.

Digitale Infoprodukte – Medien:

  • Onlinevideos
  • Mp3-Audiodateien
  • PDF-Dateien
  • Infografiken
  • Bilder
  • Links
  • Digitale Tests
  • Umfragen
  • E-Mail-Sequenzen
  • ….

Warum ein eigenes digitales Infoprodukt besitzen?

Haben Sie schon ein eigenes Infoprodukt? Wenn nicht, was genau ist der Grund dafür? Sind Sie noch nicht überzeugt? Oder haben Sie noch gar nicht an diese Möglichkeit gedacht?

Im Folgenden finden Sie einige Absätze darüber, was Ihnen konkret ein eigenes digitales Infoprodukt bringt…

Lösungsanbieter und Experte sein:

Jeden einzelnen Tag suchen Millionen Menschen online nach Lösungen für ihre Probleme. Wenn Sie heute einen Weg finden können Ihre Lösungen zu verpacken, indem Sie Ihr Expertenwissen in ein Informationsprodukt verwandeln, haben Sie die Möglichkeit eine Autorität auf Ihrem Gebiet zu werden – zum Beispiel durch eigene eBooks, Onlinekurse oder DVDs, denn „Autorität kommt vom Autor“.

Wenn Sie ein gutes Marketing machen, höhere Tagessätze durchsetzen und allgemein einen höheren Status in der Sichtbarkeit der Kunden wollen, dann benötigen Sie ein Produkt, das von Ihrem Expertenstatus zeugt, ein Buch zum Beispiel. Ein Buch benötigt allerdings sehr viel Arbeit und ist für einen eigenständigen Unternehmer oft eher unpraktisch. Eine CD oder DVD hat eine ähnliche Wirkung und der Aufwand für das Erstellen eines solchen Infoproduktes ist um ein vielfaches geringer.

Passive Einnahmen:

Mit einem solchen, eigenen Produkt erzielen Sie passive Einkünfte durch den Verkauf eben jener Lösungen – und zwar wiederkehrend.

… mit skalierbarem Wachstum:

Kennen Sie die Sendung „Die Höhle der Löwen“ auf VOX? Es ist eine Unterhaltungsshow, die in 2014 an den Start ging und einmal pro Woche interessante Einblicke in Gründer- und Investoren-Sichtweisen ermöglicht. Wöchentlich treten Erfinder und Gründer mit ihren innovativen Geschäftsideen vor die „Löwen“ – in der Regel sind das 5 potenzielle Investoren. Sie stellen Ihre Idee, Ihre Zahlen, Produkte und ähnliches vor und machen den Investoren ein Angebot. Meist geht es um Geschäftsanteile gegen Risikokapital und Unterstützung mit Hilfe von Netzwerken und Erfahrungswissen.

Klar, es ist eine Show mit viel Show! Doch besonders spannend ist für uns immer der Moment, wo es um den eingeschätzten Unternehmenswert geht. Hierbei geht es um einen wesentlichen Aspekt: Skalierbarkeit!

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Nehmen wir einmal das eingangs beschriebene Gespräch mit dem Webdesigner. Es hätte auch ein Berater. Ein Trainer. Ein Coach. Ein Übersetzer. Ein … Dienstleister im Allgemeinen sein können… Dieses Business ist nicht skalierbar.

Jetzt wollen Sie vermutlich auch nicht in die „Höhle der Löwen“. 🙂 Dennoch lohnt es sich über die eigene Skalierbarkeit im Geschäft nachzudenken. Auch, wenn Sie weder Kapital brauchen noch Ihr Business verkaufen möchten. Wir nutzen diesen Gedanken der Skalierbarkeit häufig, um unsere Strategie und unser Marketing, unsere Produkt- und Dienstleistungsentwicklung zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Skalierbarkeit im betriebswirtschaftlichen Sinne meint:

Sie fügen Ressourcen an einer Stelle hinzu und am anderen Ende ist es möglich, dass der Umsatz proportional und mehr als nur linear dazu steigt. Mit anderen Worten: Ihr Geschäftsmodell ist expansionsfähig. Ihr Umsatz kann steigen, ohne dass Sie kontinuierlich mehr investieren müssen (z.B. Fixkosten, Produktion, Zeit…). Sie können damit zum Beispiel neue Märkte erschließen oder im Extremfall (theoretisch und praktisch) auch Franchising anbieten.

Klassische Dienstleistungen sind kaum skalierbar. Bleiben wir beim Freelancer: Wenn er immer „nur“ bei seiner Dienstleistung bleibt, dann wird er immer Zeit-gegen-Geld tauschen. Zeit ist jedoch eine begrenzte Ressource. Er kann sich besser am Markt etablieren und positionieren und damit mehr Geld für seine Zeit einfordern, aber das Business ist so nicht skalierbar.

Internetgeschäftsideen bieten jedoch meist tolle Möglichkeiten der Skalierbarkeit. Und genau hier kommen digitale Infoprodukte für Sie ins Spiel – auch wenn Sie „eigentlich“ ein klassisches Dienstleistungsgeschäft betreiben…

Wachstum ohne Mitarbeiter

Auch das kann ein Grund für die Entscheidung sein. Unternehmenswachstum hängt in vielen Fällen natürlich auch mit Mitarbeitern zusammen. Wenn Sie Ihr Unternehmen wachsen lassen wollen, lässt sich dies in der Regel nur durch das Einstellen neuer Mitarbeiter verwirklichen. Das ist nicht für alle Selbständige attraktiv.

Mit der Anschaffung eines Infoproduktes „multiplizieren“ Sie Ihre Arbeitskraft – wo wir wieder bei der Skalierbarkeit wären.

Wenig Kosten, wenig Risiko:

Ein weiterer großer Vorteil von gerade digitalen Infoprodukten: Sie kosten wenig in der Herstellung (meist vor allem Zeit) und sind damit auch recht risikoarm.

Sollte ein Produkt nicht gleich einschlagen, dann kann es gut modifiziert werden.

Mehr Zeit, mehr Freiheit, mehr „Unternehmer-Sein“:

Digitale Infoprodukte werden in der Regel einmal erstellt und dann können sie x-fach verkauft werden. Damit haben Sie mehr Zeit – auch um an Ihrem Geschäft zu arbeiten.

Als eigenständiger Unternehmer kennen Sie sicherlich dieses Problem. Sie selbst sind das System, Ihr eigener Chef und Mitarbeiter. Nur wenn Sie arbeiten verdienen Sie Geld. Fehlen Sie auch nur einen Tag, haben Sie kein Einkommen. Wenn Sie krank werden verdienen Sie ebenfalls kein Geld.

Als Selbstständiger haben Sie das Problem, dass Sie 3 Rollen gleichzeitig übernehmen müssen:

  1. Zum einen sind Sie der Unternehmer. Sie müssen überlegen, wo Sie Ihr Unternehmen in 5 oder 10 Jahren sehen wollen. Wie soll es sich entwickeln? Möchten Sie Ihr Unternehmen vielleicht sogar eines Tages verkaufen?
  2. Als nächstes sind Sie aber auch Manager. Das heißt Sie müssen Ihren Alltag strukturieren und nach bestimmten Abläufen richten und all die Prozesse Ihres Ein-Mann-Unternehmens managen.
  3. Neben Unternehmer und Manager sind Sie aber auch die Fachkraft, die nicht am, sondern im Unternehmen arbeitet und alle Arbeitsprozesse ausführt.

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Häufig besteht jedoch das Problem, dass Selbständige mehr als Fachkraft statt als Unternehmer oder Manager fungieren. Das heißt sie konzentrieren sich mehr auf die vielen kleinen Arbeitsabläufe und arbeiten wenig an neuen strategischen Ausrichtungen und Zukunftsvisionen für das Unternehmen.

Beantworten Sie für sich selbst einmal die Frage, zu wie viel Prozent Sie als Unternehmer, Manager und Fachkraft unterwegs sind. In der Regel fällt die höchste Prozentzahl 70-80% auf die Fachkraft; während Manager 10-15% erhält und Unternehmen lediglich 5%.

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Optimal sollte ein eigenständiger Unternehmer mindestens 20% seiner Zeit dazu verwenden sich strategisch Gedanken über sein Unternehmen zu machen, wie er seine Kundenprozesse und Kundenbetreuung in den nächsten Jahren aufbauen möchte.

Viele Beratungskunden, wenn Sie für einen Tag zu uns kommen und Einblick in unsere Strategie erhalten, sind oft überrascht, dass wir 70% unserer Zeit in Marketing und Vertrieb investieren und nur wenige 30% für Dienstleistungen und ähnliches… Doch das ist der Erfolgshebel: Neukunden gewinnen bzw. Bestandskunden reaktivieren! Diese Freiheit schenken Ihnen eigene Infoprodukte.

Und: Um neue Ideen zu bekommen brauchen Sie Freiraum und das schaffen Sie in der Regel nur, wenn Sie sich die nötige Zeit nehmen, unternehmerisch über Ihr Unternehmen nachzudenken. Genau dies gelingt Ihnen durch Informationsprodukte. Sie können sich Freiraum durch das Anbieten von Informationsprodukten schaffen. Sie erstellen einmalig Informationen, die Sie automatisieren können.

Für Trainer und Berater ganz konkret: Das „Wellengeschäft“ vermeiden!

Ein Trainer- und Berater-Alltag sieht ja oft so aus…

Als Trainer oder Berater sind Sie unter Umständen viel unterwegs. Sie haben einen tollen Auftrag akquiriert, sind im Unternehmen und geben Trainings vor Ort. Sie beraten das Unternehmen sehr intensiv, sind einige Tage oder vielleicht sogar Wochen beschäftigt und finden absolut keine Zeit mehr dafür sich um andere Dinge zu kümmern. Sie fungieren lediglich als die arbeitende Fachkraft während die Unternehmer- und Manager-Funktionen liegen bleiben, weil Sie Ihnen in diesem Moment als vermeintlich unwichtig erscheinen.

Der Punkt ist aber, dass dieser Beratungs- oder Trainingsauftrag irgendwann endet. Dann kommen Sie zurück in Ihr Unternehmen und stellen fest, dass keine neuen Aufträge vorliegen. Wir nennen dies auch gern die “Trainer- und Beraterwelle“.

Dieses Wellen-artige Auf und Ab von intensiven Auftrags- und Auftragslosen-Perioden lässt sich ebenfalls durch ein eigenes Infoprodukt vermeiden. Sie können diese „Wellentäler“ ausgleichen und besser ebnen. Ein Infoprodukt kann ein sehr wichtiges Mittel sein, um einen gewissen Druck aus Ihren Arbeitsabläufen heraus zu nehmen.

Hohe Automatisierung:

Und genau dieser Vorteil ergibt sich zwangsläufig aus dem bisher beschriebenen und ist Voraussetzung für passives Einkommen.

Aktuelle Leistungen aufwerten:

Auch das ist ein großer Vorteil! Sie können Ihren aktuellen Produkte oder Leistungen durch ergänzende digitale Infoprodukte aufwerten und dadurch zum Beispiel einen größeren Preis verlangen.

Bestandskunden reaktivieren:

Oft erleben wir in Strategieberatungen folgendes:

Ein Unternehmen macht Umsatz mit einem Kernprodukt und hat bereits einen Pool aus zufriedenen Kunden. Diese können aber später nicht gut gepflegt und zu Bestandskunden gemacht werden, weil es keine Nachfolge-Produkte gibt. Es müssen immer wieder mühsam neue Kunden gewonnen werden, die dann, zwar zufrieden aber dennoch im Prozess stecken bleiben und keinen Zusatzumsatz generieren. Auch das lässt sich gut mit strategisch sinnvollen Infoprodukten vermeiden…

Neukunden akquirieren:

Ihr Infoprodukt (z.B. eine DVD) ist das mit Abstand beste Kundenakquise-Instrument, das es gibt.

> Wir halten fest:

Das Anbieten eines Infoproduktes bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich.

Einmal erstellt ermöglicht es Ihnen ein passives Einkommen, ohne dass Sie dauerhaft Zeit in dieses Produkt investieren müssen. Stattdessen können Sie diese Zeit nutzen um Ihr Unternehmen zu managen und über den Ausbau und die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens nachzudenken. Längere Perioden ohne Aufträge können Sie durch den passiven Verkauf Ihres Informationsproduktes überbrücken.

Das Bereitstellen eines solchen Produktes zeugt außerdem von Ihrem Expertenwissen. Interessenten werden durch Informationsprodukte mit Ihren Dienstleistungen vertraut, was wiederum die Chancen erhöht, dass Sie auch individuellere Angebote Ihres Unternehmens, wie Seminare oder Beratungen, in Betracht ziehen.

2. Teil: Im zweiten Blogbeitrag zu diesem Thema werden wir näher die konkreten Medien und Modelle digitaler Infoprodukte beleuchten.

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