Warum Social Media Marketing so wichtig ist – Ein Überblick

Was sind soziale Netzwerke?

Die bekanntesten Sozialen Netzwerke sind: Facebook, Google+, Xing, LinkedIn, Twitter, Pinterest, Instagramm, YouTube, (Blogs)…

Als Hauptmerkmale zeichnet sie aus: wenige Produzenten, viele Konsumenten. Also: jeder kann hier Inhalte erstellen. Darüber hinaus ermöglichen sie Austausch und Kommunikation. Vor allem die einfache Technik macht eine solche Nutzung möglich.

7 von 10 Internetnutzern sind Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk, am intensivsten wird Facebook verwendet. Allein jeder dritte Deutsche ist hier dabei.

Warum Social Media Marketing bzw. warum sind Menschen in sozialen Netzwerken aktiv?

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Quelle: Bitkom Reserach.

Fazit aus der Grafik: Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt im privaten Bereich – vor allem in der Vernetzung mit Freunden und Bekannten. Was das für Ihr Marketing bedeutet werde ich am Ende noch einmal aufgreifen.

Was ist Marketing mit diesen Netzwerken?

Social Media Marketing ist Teil des Onlinemarketing und meint Marketingaktivitäten in den sozialen Netzwerken. Unternehmen können eine eigene Mitgliedschaft in den Online-Kontaktnetzwerken als Verkaufsförderer nutzen.

Welche Ziele verfolgen Unternehmen beim Social Media Marketing?

  • Ständige Erweiterung des Netzwerks (Kontakte gewinnen)
  • Pflege bestehender Kontakte
  • Generieren von Neukunden-Adressen „ohne“ finanziellen Aufwand
  • Aufnehmen von Beziehungen zu wichtigen Entscheidern
  • Förderung des Ideen-Austauschs (Inspiration / Problemlösung)
  • aufmerksamkeitsstarke Präsentation eines Unternehmens
  • Aufbau eines Experten-Status / Positionierung als „Problemlöser“
  • Steigerung der Bekanntheit am Markt

Welche Funktionen werden für Social Media Marketing allgemein genutzt?

  • Persönliches Profil (mit diversen Sichtbarkeitseinstellungen )
  • Kontaktliste (inkl. diverser Verwaltungsfunktionen, Bsp. Datenimport aus E-Mail-Konto)
  • Empfang und Versand von Nachrichten an andere Mitglieder (einzeln bzw. an alle)
  • Empfang und Versand von Benachrichtigungen über diverse Ereignisse (Profiländerungen, Bilder, Videos, Kritiken, Anklopfen usw.)
  • Veröffentlichen von einzelnen Statusupdates
  • Bildung von themenbezogenen Gruppen zum Informations-Austausch
  • Veranstalten von Events und die Möglichkeit des Versands von Einladungen

Die Vorteile von Social Media Marketing für Unternehmen

  • Macht Unternehmen modern, sympathisch und vertraut
  • Leichte, schnelle, aktuelle Kommunikation
  • Virale Effekte nutzen
  • Zielgruppe ist hier aktiv
  • Kunden / Interessenten erreichen
  • Geringe Grundkosten
  • Weitere Werbemöglichkeit
  • Kundenfeedback
  • Bessere Suchmaschinen-Präsenz (Bsp. YouTube, Google+, Facebook)

Die Nachteile von Social Media Marketing für Unternehmen

  • Ziellosigkeit (fehlende Strategie)
  • Zeitverlust
  • Keine Erfolgskontrolle (fehlende Messbarkeit)
  • Eher selten, aber möglich: Shitstorms

Die wichtigsten Social Media Plattformen in Überblick

Im B2B-Bereich: LinkedIn bzw. Xing

Zur Pflege von Geschäftskontakten oder zu Knüpfung neuer Business-Beziehungen eignen sich besonders gut Xing (für den deutschsprachigen Raum) und LinkedIn, was wir auch gern als „Xing international“ bezeichnen, denn auch die Funktionen sind sehr ähnlich: (mehrsprachige) Profile mit Lebenslauf, neue Kontakte knüpfen, kurze Nachrichten posten, Gruppen, Firmenprofil, Basis- und kostenpflichtiger Premium-Account (zum Beispiel mit besserer Suchfunktion) etc.

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Im B2C: Facebook

Über Facebook haben wir schon mehrfach gebloggt – hier finden Sie alle Beiträge:
www.kundengewinnung-im-internet.com/tag/facebook-marketing

 

Für Marketing mit Bildern: Instagramm oder Pinterest

Instagramm ist eine kostenlose Foto- und Video-Teil-Plattform als App für mobile Geräte, mit der man direkt Fotos oder Videos erstellen und mit mittlerweile 19 wählbaren Instagramm-Foto- und 13 Video-Filtern bearbeiten kann. Fotos können anschließend direkt in quadratischer Form in der Community veröffentlicht werden. Pro Tag werden hier so durchschnittlich 20 Millionen neue Bilder hochgeladen, das ist enorm.

Derzeit gibt es (noch) keine speziellen Firmenprofile. In den USA können Unternehmen hier bereits Anzeigen schalten. Mittlerweile wurde Instagramm von Facebook für mehr als 700 Millionen Euro gekauft.

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Pinterest arbeitet auch schwerpunktmäßig mit Bildern und Videos. Ganze Bilder-Kollektionen können hier mit Beschreibungen an virtuelle Pinnwände geheftet und anschließend geteilt, gelinkt oder kommentiert werden. Daher kommt auch der Name: Pin (anheften) + interest (Interesse). Die Grundidee: Nutzer können sich durch Bilder über Hobbies, Interessen und Einkaufstipps austauschen.

Ein Großteil der Nutzer ist auf Pinterest vor allem weiblich. Damit ist der Kanal speziell für Mode- und Beauty-Konzerne spannend. Neu für Unternehmen ist auch die Möglichkeit, Produkte zu pinnen, an deren Verkäufern Pinterest dann mit verdient.

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Für Video-Marketing: YouTube

YouTube ist Videoplattform Nr. 1 (eine qualitativ hochwertige, aber kostenpflichtige Alternative für Videos auf Ihrer Website bietet derzeit der Video-Hosting-Anbieter Vimeo). Jedoch gehört YouTube mittlerweile zu Google und ist damit für die Suchmaschinenoptimierung relevant. Der Begriff stammt aus der Kombination von Tube = Röhre (Fernseher) und You (Du) und meint damit im übertragenen Sinn: Du Röhre, also du sendest.

Benutzer können auf dem Portal kostenlos Videos ansehen, bewerten und selber hochladen. Die Videos können schließlich ebenso kostenlos auf der eigenen Website eingebettet und damit dort auch abgespielt werden.

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Für Kurz-Nachrichten: Twitter

Twitter ist in den USA beliebt, in Deutschland weniger populär mit ca. 3 Millionen Nutzern. Der Begriff stammt vom Englischen Wort für Gezwitscher. Die Plattform lebt von schnellen, kurzen Nachrichten mit max. 140 Zeichen (so genannte Tweets) und ist daher vor allem für Menschen interessant, die regelmäßig Nachrichten verbreiten – wie Journalisten und Prominente.

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Und sonst: Google+ ?

Das zweitgrößte soziale Netzwerk nach Facebook weiß noch nicht so genau, wo der Schwerpunkt liegt, so scheint es. Es wollte die direkte Konkurrenz zu Facebook werden, ist damit aber gescheitert. Zwar sind die Nutzerzahlen groß, doch deren Aktivität ist eher gering. Das junge Netzwerk triumphiert zwar mit schickem Design und zahlreichen Zusatzfunktionen, weil es sich direkt mit anderen Tools von Google (zum Beispiel Google Maps, YouTube) verknüpfen lässt, aber es konnte sich gegenüber Facebook nicht wirklich durchsetzen.

Der Trend in den sozialen Netzwerken geht ganz klar dahin, dass es pro Nutzungsbereich nur ein Hauptnetzwerk gibt, was die Nutzer bevorzugen. So wird sich vermutlich auch noch eine klare Entscheidung im Bilderbereich zwischen Instagramm und Pinterest zeigen.

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Die Social Media Strategie in Kurzform

Damit Sie in der Fülle der Möglichkeiten eine klare Social Media Marketing Strategie fahren können, empfehlen wir Ihnen die POST-Formel. Sie gibt Ihnen einen Fahrplan an die Hand, mit der Sie Ihre Social Media Strategie aufbauen und die Kanäle für sich klar sortieren und auswählen können.

Die POST-Formel:

P – Personen / Zielgruppe

Wer ist Ihre Zielgruppe? (Alter, Geschlecht, B2B, B2C…)

O – Objektive Ziele

Was soll Ihr Social Media Marketing erreichen? (Traffic, Positionierung als Experte, mehr Umsatz, mehr Kunden, mehr Empfehlungen, Kundenbinden, Kundengewinnung, Imageaufbau, Personalgewinnung…)

S – Social Media Kanal / Kanäle

Passend zu Ihrer Zielgruppe und zu Ihrem Marketingziel wählen Sie nun den Kanal oder die Kanäle aus. Wir empfehlen: Nutzen Sie lieber nur ein oder zwei Kanäle richtig, als überall verwaiste Plattformen zu hinterlassen.

Nun geht es darum, diese Kanäle einheitlich einzurichten und mit Ihren anderen Marketingkanälen (zum Beispiel Ihrer Internetseite) zu verknüpfen.

T – Technik

Als letztes ist es gut, wenn Sie bedenken, wie Sie Ihre Ziele messen und kontrollieren möchten. Das können zum Beispiel konkrete Kennzahlen sein wie „Besucher über Facebook“ oder „Anzahl der Facebook-Fans“.

Wichtige Schlussbemerkung

Die Sozialen Netzwerke stehen im ersten Schritt absolut im Widerspruch zum Ziel „ich will verkaufen…“. Es geht hier den Nutzern zunächst um (eher private) Kommunikation, Unterhaltung und Information. Das müssen Sie in Ihrer Strategie und deren Umsetzung berücksichtigen.

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