Vision und Widersacher: Was wir vom Silicon Valley lernen können

Natürlich ist nicht alles gut, was vom Silicon Valley kommt. Google, Apple, Facebook, Amazon und Co. digitalisieren unsere Welt. Doch, was mich viel mehr begeistert hat, ist deren Unternehmer-Geist und Wille, ihre Visionen umzusetzen und stetige Widersacher verstummen zu lassen.

Wo ordnen wir uns ein? Die ewigen Widersprecher, Demotivierer, Nicht-an-was-Glauber, Zögerer, Skeptiker, Negativ-Denker? Was wir vom Silicon Valley lernen können…

Kurzweil wurde belächelt, immer wieder, und behielt oft Recht

Kennen Sie Ray Kurzweil? Er ist Chefingenieur bei Google im Silicon Valley. Kurzweil wird auch als Futurist und Verfechter der künstlichen Intelligenz bezeichnet. Er möchte Leben verlängern und Krebs besiegen. Ambitioniert. Unsterblichkeit erreichen – oder sich ihr zumindest annähern, ist seine Vision. Man mag das gut finden, oder auch nicht. Darum soll es hier nicht gehen. Vielmehr der Mut, sich gegen ewige Kritiker mit eigenen Ideen durchzusetzen, dran zu bleiben, als Unternehmen nicht aufzugeben. Das können wir von ihm lernen.

Ray Kurzweil und die Google X Abteilung, bekannt für digitale Erfindungen der besonderen Art, arbeiten an einer Idee: je früher sie Krebs erkennen können, je besser wäre er besiegbar. Doch wie kann das gehen? Der klassische Weg wäre vermutlich häufigere Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Das wäre aber nicht Silicon Valley like. Ihre Idee: eine Kamera in unserer Dusche, die uns jeden Tag auf Krebs checkt.

Vielleicht schmunzeln Sie gerade und denken, naja, lass sie mal machen. Doch auch in anderen Aussagen hatte Ray Kurzweil Recht behalten. So wurde er belächelt, als er meinte, dass Computer bald Menschen im Schach schlagen können. Heute längst Realität. Oder als er meinte, dass PCs demnächst unsere Autos fahren können. Bereits machbar. Googles selbstfahrendes Auto ist das beste Beispiel.

Wie Kurzweil, so ticken viele im Silicon Valley

Wie oft hören Sie von anderen oder von sich selbst: „Naja, gute Idee, ABER…“?

Sebastian Thrun, deutscher Informatiker und Gründer des Forschungslabors Google X, sagt dazu:

„Ich glaube nicht an Pläne, an genaue Vorhersagen, wie sich etwas zu entwickeln hat. Ich glaube an ambitionierte Ziele, an Missionen.“
(Quelle: DER SPIEGEL 10/2015).

Für ihn werden in Zukunft nur Unternehmen überleben, die in Bewegung bleiben, sich verändern, anpassen, neue Wege gehen.

Wie sieht Ihre Vision aus? Und wie steht es um deren Umsetzung?

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