3 mögliche Gründe, warum nur wenige Teilnehmer Ihr Info-Webinar besuchen

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie es wäre, wenn Sie Ihre Beratungen und Trainings auch online anbieten würden in Form von Web-Seminaren – sprich: Webinaren? Im Rahmen unserer Online-Ausbildung zum Online-Trainer haben wir bereits zahlreiche Webinar-Trainer ausgebildet. Viele von ihnen haben ihre eigenen Webinare gestaltet und bieten heute in unterschiedlichen Formen diese an. Wenn sie das erste Mal mit eigenen Webinaren am Markt auftreten und das erste reale Webinar gestartet haben, schicken uns einige von ihnen hinterher eine eMail. Die häufigste Frage: Elisabeth und René – was meint ihr kann ich besser machen, damit noch mehr Menschen mein Webinar besuchen? Einfache Frage, viele mögliche Ursachen und Wege…

3 typische Gründe aus unserer Erfahrung für schlechte Teilnahmequoten, von kostenfreien Info-Webinaren, was Sie daraus lernen können, wenn Sie Ihre eigenen Webinare gestalten, haben wir hier zusammengefasst.

Grund Nr. 1 für schlechte Teilnahmequoten: Der Mehrwert wird Interessenten nicht deutlich genug

Das Problem besteht darin, dass es mittlerweile reichliche Einladungen zu kostenfreien Webinaren gibt. Auch wenn die Webinare an sich gut sind, viele Empfänger stehen den Gratis-Webinaren auch misstrauisch gegenüber. Und: Woher sollen sie vorab auch wissen, dass sie gute Inhalte vermitteln?

Entscheidend für eine Teilnahme ist:

1. eine klare Antwort auf die Frage:

WIIFM? – What’s in it form me? Was ist für mich drin? Was habe ich von der Teilnahme? Das sollte mehr sein als eine reine Informationsveranstaltung für ein kostenpflichtiges Angebot von Ihnen. Klar geht es auch um Zusatzangebote und darum, diese vorzustellen. Doch auch wenn ich diese nicht buche – was bringt mir der Besuch Ihres Webinars? Diese Antwort braucht es in der Webinar-Einladung bzw. Webinar-Werbung  und dann natürlich auch im Webinar-Inhalt.

2. eine vertrauensvolle Ausstrahlung der Webinar-Einladung, denn: Es ist kostenlos, das macht mich skeptisch – ich muss Ihnen vertrauen können. Dabei helfen u.a. Bilder von Ihnen als Webinar-Moderator, Informationen zu Ihrem beruflichen Hintergrund sowie Stimmen zufriedener Kunden oder noch besser: zufriedener Webinar-Teilnehmer.

Grund Nr. 2 für schlechte Teilnahmequoten: Die falsche Webinarzeit

Das gilt vor allem für kostenfreie Info-Webinare! Welche Uhrzeit wäre ideal für eine Weiterbildung oder Informationsveranstaltung am PC? Dazu haben wir in den letzten 5 Jahren unserer Webinar-Praxis folgende Erfahrung gemacht:

  • Etwa die Hälfte unserer befragten Kunden und Webinarteilnehmer würden am liebsten von 9 bis 11 Uhr – also vormittags – an einem Online-Kurs teilnehmen.
  • Im Gegensatz dazu bevorzugen etwas ein Drittel der Befragten eine Webinarzeit von 18 bis 21 Uhr – also in den Abendstunden.
  • Am Nachmittag möchten die wenigsten ein Informationswebinar besuchen.

Das zeigt uns, dass es sowohl Teilnehmer gibt, die gern früh lernen und sich informieren, als auch welche, die abends am effektivsten sind. Diese unterschiedlichen Lerntypen können beide bedient werden durch die flexiblen Webinarzeiten und deren Aufnahmen, die man sich auch im Nachhinein ansehen kann.

Das Besondere: Unsere Zielgruppe sind Selbständige und Unternehmer. Besteht Ihre Zielgruppe im Besonderen aus Angestellten und bezieht sich Ihr Thema sehr stark auf deren beruflichen Background, dann mag das Ergebnis etwas anders ausfallen. Widmen Sie sich hingegen privaten Themen, dann rücken die Abendstunden in den eigenen vier Wänden noch stärker in den Fokus.

  • Darüber hinaus ist Montag ein oft als unpassend wahrgenommener Webinartag, weil am Wochenanfang viele erst einmal andere Arbeitsprioritäten haben. Genauso ungünstig sehen viele den Freitag als Wochenausklang.
  • Am Wochenende selbst haben wir bisher keine Erfahrungen gemacht. Im privaten Bereich kann dies aber ein attraktiver Webinartag sein.

Prinzipiell gilt: Testen Sie ein paar Variationen aus und schauen Sie, wie Ihre Zielgruppe tickt!

Grund Nr. 3 für schlechte Teilnahmequoten: Keine Webinar-Erinnerung

Auch das gilt ganz speziell für kostenfreie Info-Webinare! Häufig erleben wir den Effekt, dass sich 80 Interessenten zu einem Webinar anmelden, dann aber doch nur 50% teilnehmen. Diese Quote können Sie jedoch deutlich steigern, indem Sie vorab noch einmal an Ihr kostenfreies Info-Webinar und dessen konkreten Mehrwert für den Teilnehmer erinnern: etwa ca. einen Tag vorab und noch einmal oder zumindest spätestens 30min vorher.

2 Antworten
  1. Monika Birkner
    Monika Birkner says:

    Hallo Frau Penselin, danke schön für den interessanten Artikel. Das sind wichtige Tipps, um die Teilnahmequote zu steigern.

    Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, dass es sich auszahlt, gute Qualität zu liefern. In meinen kostenlosen Webinaren ist es mir immer ein großes Anliegen, dass die Teilnehmer selbst dann etwas davon haben, wenn mein weitergehendes Angebot für sie derzeit nicht in Frage kommt. Das schafft eine langfristige Vertrauensbasis, die dann auch in der Folgezeit zu guten Teilnahmequoten führt.

    Das ist umso wichtiger, weil diejenigen Anbieter, die nur wenig Mehrwert liefern und dafür umso mehr Werbung in eigener Sache, verbrannte Erde hinterlassen, die bei den Teilnehmern dann dazu führt, dass sie gegenüber kostenlosen Webinaren skeptisch werden.

    Antworten
    • Elisabeth Penselin
      Elisabeth Penselin says:

      Hallo Frau Birkner,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre Ergänzungen. Ihre Erfahrung teilen wir zu 100%. Auch wir erleben es, dass es sich lohnt auf vielen Wegen ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen – Webinare sind dafür ein Baustein. Viele unserer Kunden sprechen uns auch oft auf unseren Newsletter an, den sie schon länger abonnieren. Diese Form des Marketings und des Gebens liegt uns sehr am Herzen und macht uns Freude. 🙂

      Herzliche Grüße,
      Elisabeth Penselin

      Antworten

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